Angefangen hat alles 2007 mit einer einfachen Beobachtung: Mathematik ist das Schulfach mit den größten Problemen — nicht weil es besonders schwer wäre, sondern weil vom ersten Schuljahr an jedes Thema auf dem vorherigen aufbaut. Wer einmal den Anschluss verliert, holt ihn ohne Hilfe kaum wieder auf.
Daraus ist eine Arbeitsmethode entstanden, die wir seitdem nicht verändert haben: Wir gehen schuljahresweise zurück, bis wir das erste Missverständnis finden, und arbeiten von dort aus nach oben. Jedes geklärte Missverständnis ist ein Erfolgserlebnis — und Erfolgserlebnisse sind der einzige Weg zurück zur Motivation.
Wir sind bewusst klein geblieben. Vier bis fünf Schülerinnen und Schüler pro Gruppe, ein einziges Fach, feste Termine. Wir nehmen nur auf, wer selbst kommen möchte — nicht, wer von den Eltern geschickt wird. Das klingt streng, ist aber der Grund für das entspannte Lernklima bei uns.
In diesen Jahren sind mehrere hundert Schülerinnen und Schüler durch die Mathehilfe gegangen. Einige von ihnen sind nach ihrem Abschluss zurückgekommen — als Lehrkräfte, die dieselbe Methode an Jüngere weitergegeben haben.